3 effiziente Augenübungen für die Arbeit am PC

Wer einen Bürojob ausübt und Tag für Tag stundenlang am Computer sitzt, der weiß, wie sehr dies die Augen belastet. Speziell Kontaktlinsenträger (und Brillenträger) haben mit Problemen wie trockenen und gereizten Augen zu kämpfen. Es hilft, die richtigen Kontaktlinsen für den Bildschirmarbeitsplatz zu wählen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, mit Augenübungen die Beschwerden zu lindern. Wir stellen Ihnen effizientes Augentraining für die Arbeit am PC vor.

Warum strapaziert die Arbeit am Computer die Augen?

Die Bildschirmarbeit bringt es mit sich, dass wir stundenlang auf eine kleine Fläche starren. Das wiederum führt dazu, dass wir nur 5 bis 8 Male in der Minute blinzeln statt wie sonst üblich bis zu 15 Male. Die Konsequenz hiervon sind trockene Augen. Der Tränenfilm, der die Hornhaut schützt und bei jedem Blinzeln erneuert und verteilt wird, erhält Risse. Trockene Augen sind anfällig für Reizungen, allen voran, wenn Sie Kontaktlinsen bei der Arbeit am PC tragen. Intensiviert wird das Problem noch durch falsche Bildschirmeinstellungen bzw. eine schlechte Bildqualität, durch trockene Luft (beispielsweise durch eine Klimaanlage) und durch ungünstige Lichtverhältnisse und einen zu großen oder zu geringen Abstand zwischen Monitor und Auge.

Wenn Sie am PC arbeiten und harte oder weiche Linsen tragen, dann sollten Sie auf die Nachbenetzung / Befeuchtung achten sowie ihr Verhalten ändern. Die folgenden Augenübungen für die Bildschirmarbeit versprechen Linderung und können regelmäßig jeden Tag mit nur geringem Zeitaufwand durchgeführt werden. Gönnen Sie sich diese Verschnaufpause, die gleichzeitig ein Training für die Augen darstellt und verhindert, dass sich die Augen röten, brennen und jucken oder durch die Tageslinsen, Wochenlinsen oder Monatslinsen aufgrund von Trockenheit verletzt werden.

Augenübung 1: Augengymnastik

Ein Grund für das wenige Blinzeln und die Irritationen ist das konzentrierte Starren auf mehr oder weniger einen Punkt. Hiergegen hilft Augengymnastik. Es gibt zwei Varianten: Entweder folgen Sie Ihrem Finger oder Sie führen das Augentraining ohne Hilfsmittel durch. Wenn Sie Ihrem Zeigefinger folgen wollen, dann sollten Sie diesen rund 20 cm vom Gesicht entfernt hochhalten. Nun vollführen Sie mit diesem Finger verschiedene Bewegungen, indem Sie z. B. imaginäre Buchstaben, Figuren und Zahlen in die Luft malen. Die Augen müssen diesen Bewegungsabläufen folgen, was die Augenmuskulatur stärkt. Beginnen Sie mit langsamen Bewegungen und werden Sie dann schneller und komplizierter. Gönnen Sie sich danach eine Pause und schließen Sie die Augen für ein paar Minuten.

Sollten Sie den Finger nicht nutzen wollen, können Sie einfach so die Augenmuskeln durch gezieltes Blickverhalten trainieren. Blicken Sie nach oben und unten (ohne den Kopf zu bewegen), nach links und rechts und schräg in diagonalen Linien von einer oberen Ecke zu einer unteren Ecke. Wiederholungen und Richtungswechsel sind wichtig. Auch hier gilt: von langsam und einfach zu schneller und komplizierter, danach eine Ruhephase.

Augenübung 2: Palmieren

Ein weiterer Reiz bei der Bildschirmarbeit ist die grelle Helligkeit, vor allem beim Arbeiten mit Textverarbeitungsprogrammen oder anderer Software. Gönnen Sie Ihren Augen daher ein wenig wohltuende Dunkelheit. Dazu reiben Sie zunächst Ihre Handflächen aneinander, um diese zu erwärmen. Dann schließen Sie die Augen und bedecken diese mit den Handflächen bzw. Handballen. Viele von uns machen dies automatisch, wobei es sich hier nicht um das Reiben müder Augen handelt, sondern um das Abdunkeln. Zwei Minuten Dunkelheit entspannen und befeuchten die Augen. Alternativ können Sie die oben erwähnte Augengymnastik bei geschlossenen Augen durchführen.

Augenübung 3: Abschweifen

Genau genommen handelt es sich hier nicht um eine einzelne Augenübung, sondern um ein flexibles Training, das Sie je nach Wunsch gestalten können und das genau deshalb gern gewählt wird. Im Prinzip geht es darum, in bestimmten Abständen wie z. B. einmal pro Stunde bewusst den Blick vom Monitor abzuwenden und schweifen zu lassen. Blicken Sie aus dem Fenster oder beobachten Sie unauffällig einen Kollegen oder sehen Sie sich im Raum um und fokussieren Sie speziell Dinge in der Ferne. Es ist von Vorteil, wenn Sie dabei zwischen nah und fern wechseln, denn bei der Bildschirmarbeit liegt das Hauptaugenmerk ja auf der Nahsicht. Wenn Sie möchten, können Sie auch für diese Augenübung Ihren Zeigefinger zur Hilfe nehmen. Halten Sie ihn in einem angenehmen Abstand in die Höhe und lenken Sie Ihren Blick auf Objekte, die sich rechts, links oder hinter dem Finger befinden. Erst studieren Sie ihren Finger mit all seinen Details (nah) und dann richten Sie den Blick auf die entfernten Objekte. Wiederholen Sie das Ganze mit verschiedenen Gegenständen und Blickdistanzen.

Bonus-Tipp (!) Gähnen und blinzeln Sie, was das Zeug hält, wenn gerade niemand zuschaut! Das sorgt nämlich dafür, dass Tränenflüssigkeit zwischen Augenlid und Bindehaut schießt und dass weniger Trockenheit herrscht. Danach sollten Sie die Augen bis zu zwei Minuten schließen.

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